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Betriebstechnik

Der Begriff Betriebstechnik steht im NLBL für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA).


In den 8 Bauämtern des NLBL arbeiten die zur Betriebstechnik gehörenden Ingenieure der Fachrichtungen Elektrotechnik, Versorgungstechnik und Maschinenbau in Fachbereichen. Je nach Größe gibt es bis zu drei Fachbereiche.


Das Aufgabenspektrum umfasst sämtliche maschinen- und elektrotechnischen Anlagen, die der unmittelbaren Ver- und Entsorgung von Gebäuden, Bauwerken und Liegenschaften im Zuständigkeitsbereich des NLBL dienen. Hier decken die Anlagen den Bedarf ihrer Nutzer (nutzende Verwaltungen) an Wärme, Kälte, Luft, Elektrizität, Wasser, Transportleistungen, Kommunikationsmitteln, Verpflegungseinrichtungen und sonstigen Medien.


Ein Aufgabenschwerpunkt ist die Energieversorgung. Die Höhe des Energiebedarfs eines Gebäudes wird neben dem Nutzerverhalten maßgeblich durch den architektonischen Entwurf, seine bauliche Umsetzung und baurechtliche Vorgaben bestimmt. Die baulichen Randbedingungen beeinflussen vor allem den Jahres-Heizwärmebedarf, einen möglichen Kältebedarf, den Strombedarf für die Beleuchtung und die Energiebedarfe weiterer technischer Anlagen für den Betrieb des Gebäudes. Hinzu kommt die Energieversorgung der sonstigen technischen Geräte und Einrichtungen, die der Nutzer innerhalb des Gebäudes betreibt.


Der Gesamtenergiebedarf eines Gebäudes ist unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit sowohl mit baulich- architektonischen als auch mit anlagentechnischen und organisatorischen Maßnahmen zu minimieren. Technische Anlagen sind in der Errichtung und im Betrieb sehr kostenintensiv. Ihre Lebenserwartung gegenüber dem Baukörper ist deutlich geringer. Ziel ist daher, den Umfang der technischen Anlagen eines Gebäudes auf das zwingend erforderliche Maß zu reduzieren. Mit dieser Maßgabe entwickeln die TGA-Ingenieure der Betriebstechnik auch für die größeren Gebäudezusammenhänge in den Liegenschaften Versorgungskonzepte unter den Aspekten:

-> Versorgungssicherheit

-> Wirtschaftlichkeit

-> Minimierung des Energieverbrauchs

-> Umweltentlastung

-> Nutzung regenerativer Energieträger

-> Behaglichkeit

In Zusammenarbeit (Regiebetrieb) mit einer Vielzahl von freiberuflich tätigen Ingenieuren werden die technischen Anlagen geplant, errichtet und später über die gesamte Nutzungsdauer baufachlich betreut. Werden bei der Betreuung des Gebäudebestands Einsparpotentiale erkannt, initiiert die Betriebstechnik die für die Energieeinsparung erforderlichen Maßnahmen und setzt sie um.


Zur Struktur der Betriebstechnik im NLBL gehören zwei technische Referate in der Abteilung Bau- und Liegenschaften als „Technische Aufsicht in der Mittelinstanz" (TAM). Anders als in den Bauämtern sinnvoll besteht hier die fachliche Zuordnung der Referate nach Gewerken, nicht nach Nutzergruppen. Ein Referat betreut elektro-, das andere maschinen- und versorgungstechnische Aufgabenstellungen. Neben beratenden und prüfenden Tätigkeiten innerhalb der Bauprojekte des NLBL nehmen die Unterstützung der TGA-Fachkollegen in den Ämtern und die Grundsatzarbeit einen breiten Raum ein. So werden für wiederkehrende oder sich aus Gesetzesänderungen ergebende Aufgabenstellungen zentral Lösungen erarbeitet und bei Bedarf mit den jeweiligen Fachressorts des Bundes und des Landes Niedersachsen abgestimmt. Die stärkere Spezialisierung der TGA-Ingenieure in der Mittelinstanz führt auch zu einer intensiven Mitarbeit in bundesweiten Gremien wie dem Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV). NLBL-intern stärken die Fachreferate den einzelnen TGA-Ingenieur vor Ort über das Netzwerk der Fachkoordinatoren und fachlich ausgerichtete Arbeitskreise wie den Ak-FeMeBau, den seit weit mehr als zwei Jahrzehnten tätigen Arbeitskreis Fernmeldetechnik im Bauwesen des Landes Niedersachsen.

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