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Neuer Forschungskomplex für das Friedrich-Loeffler-Institut in Mecklenhorst

Start der Bauarbeiten


Nienburg, 14. Juni 2021. Am Standort Mecklenhorst in Neustadt am Rübenberge bei Hannover entsteht ein neuer Forschungskomplex für das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Das Staatliche Baumanagement Weser-Leine, das die Federführung für die Baumaßnahme innehat, stellte heute das Bauschild auf und markierte damit den Beginn der Bauarbeiten. „Wir freuen uns, dass wir nun nach umfassenden Planungen und Vorarbeiten loslegen können“, so Michael Brassel, Leiter des Staatlichen Baumanagements Weser-Leine. „Unser Ziel ist es, den Bau bis 2024/2025 fertigzustellen. Bei der Umsetzung der Arbeiten werden auch regionale Planer bzw. Firmen zum Zuge kommen.“

Der Bund investiert rund 100 Millionen Euro in die Zusammenführung von drei Instituten, die bisher über drei Standorte in Norddeutschland verteilt waren. Künftig sollen in Mecklenhorst die Fachinstitute für Tierernährung (derzeit in Braunschweig) sowie für Tierschutz und Tierhaltung (derzeit in Celle) gebündelt werden. Auch das in Mariensee angesiedelte Fachinstitut für Nutztiergenetik wird die neue Infrastruktur nutzen.

43 Fußballfelder großes Baugrundstück

Auf der Fläche des Baugrundstücks mit rund 310.000 m² (ca. 43 Fußballfeldern) werden unter anderem Stallbauten für Rinder, Geflügel und Schweine, ein Laborgebäude sowie ein Neubau mit modernen Büro- und Besprechungsräumen für die Beschäftigten entstehen. Die eingeschossigen Stallbauten mit Satteldach erhalten eine Außenfassade in Holzoptik. Das Laborgebäude wird als zweigeschossiger Bau mit begrüntem Flachdach errichtet und mit einem hellen Klinker versehen. Das Staatliche Baumanagement Weser-Leine hat die Materialien für den Innen- und Außenbereich in einem Gestaltungsrahmenplan festgelegt, damit ein möglichst harmonisches Bild der Gesamtliegenschaft entsteht.

Das Baumanagement steht in enger Abstimmung mit der Stadt Neustadt und der Region Hannover, damit An- und Abfahrten zur Baustelle sowie die Sauberkeit der Straßen während der Bauphase sichergestellt werden können.

Neuer Bebauungsplan „Alter Gutshof“

Mit dem Beschluss des Rates der Stadt Neustadt am Rübenberge vom Juli 2017 zum Bebauungsplan Nr. 164, der sich hauptsächlich auf den Bereich östlich der Straße „Am Föhrkamp“ und nördlich der Kreisstraße K 314 erstreckt, war die planungsrechtliche Grundlage für die Erweiterung des Instituts am Standort Mecklenhorst geschaffen worden. Der Verwaltungsrat stimmte Anfang Mai einem weiteren Bebauungsplan (Nr. 173) einstimmig zu, der sich auf den überwiegend bereits bebauten Bereich des Alten Gutshofs bezieht. Dieser Bebauungsplan befindet sich derzeit im förmlichen Bauleitplanverfahren. Somit ist davon auszugehen, dass die Sanierungsarbeiten im Bereich des Alten Gutshofs in ca. einem Jahr ebenfalls beginnen können.

Dominic Herbst, Bürgermeister der Stadt Neustadt a. Rbge., freut sich sehr über den Start der Baumaßnahme: „Das Friedrich-Loeffler-Institut ist für unsere Stadt ein wichtiger Arbeitgeber mit überregionaler Strahlkraft. Der neue Forschungskomplex ist ein starkes Bekenntnis des Bundes zum hiesigen Standort. Ich freue mich sehr, dass sich das Friedrich-Loeffler-Institut auf diese Weise vergrößert und sich dauerhaft zum Standort Neustadt bekennt.“

Über das Friedrich-Loeffler-Institut

Das FLI widmet sich als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit dem Wohlbefinden und der Gesundheit lebensmittelliefernder Tiere von der Honigbiene bis zum Rind sowie dem Schutz des Menschen vor Zoonosen (zwischen Tier und Mensch übertragbare Infektionen). Am neuen Standort Mecklenhorst/Mariensee werden unter anderem tierschutzgerechte Haltungssysteme entwickelt, der Erhalt der genetischen Vielfalt bei Nutztieren gefördert und die effiziente Verwendung von Futtermitteln erforscht.

Über das Staatliche Baumanagement Weser-Leine

Das Staatliche Baumanagement Weser-Leine führt als eines von acht staatlichen Bauämtern in Niedersachsen Baumaßnahmen des Landes und des Bundes durch. Mit rund 150 Beschäftigten betreuen wir mehr als 2.200 Bauwerke in den Regionen Diepholz, Verden, Nienburg, Schaumburg und Hameln-Pyrmont sowie in der westlichen Region Hannover.
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