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Prüf- und Beratungsstelle Krankenhausbau

Als Fachdienstleister unterstützen wir - die Beratungs- und Prüfstelle Krankenhausbau im Niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) den Fördermittelgeber - das Ressort Gesundheit beim Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung - mit unserer baufachlichen Expertise bei der bedarfsgerechten und zukunftsfesten Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft und führen in Auftragsverwaltung die baufachliche Investitionsprüfung aus dem Förderrecht des Krankenhausfinanzierungsgesetzes in Niedersachsen durch.

Krankenhäuser sind eigenständige Wirtschaftsbetriebe deren Leistungsfähigkeit und Sicherstellung hoher Qualitätsstandards ein Kerninteresse für die niedersächsischen Bürgerinnen und Bürger darstellt. Um dies dauerhaft zu gewährleisten, bedarf es funktionaler, nachhaltiger baulicher Strukturen.

Die Beratungs- und Prüfstelle des Referates Krankenhausbau im NLBL hat mit ihren Arbeitsergebnissen somit eine Öffentlichkeitswirkung, wie sie zunächst nicht zu vermuten ist.

Wir begleiten den Wandel!

Jede Fusion, Betriebsstellenzusammenlegung, medizinische Entwicklungen, Einflüsse der Demografie, die erfolgte Umstellung des Endgeldsystems auf Fallpauschalen sowie erreichbarkeitsorientierte Versorgungsplanungen, zieht bauliche Investitionsbedarfe nach sich.

Die Aufgaben der übergreifenden baufachlichen Beratung und Prüfung sind prozesshaft angelegt und zeigen sich als äußerst vielfältig und herausfordernd. Die Komplexität der Bauaufgabe liegt allein schon im Gebäudetypus Krankenhaus (pulsierende Kleinstadtmatrix, komplex, verdichtet) mit seiner Vielzahl an verschiedenen Funktionen (500-1.000 verschiedene Funktionen der Geschäfts-, Unterstützungs- und Managementprozesse) begründet. Der Lebenszyklus von Krankenhausgebäuden ist aufgrund seines hochkomplexen technischen Installationsgrades und der sich stetigen medizinischen Entwicklung bei weitem kürzer einzustufen. Baumaßnahmen im Bestand sind stets bei laufendem Krankenhausbetrieb ohne Einschränkungen in der Leistungserbringung des Hauses durchzuführen. Nachhaltigkeitskriterien spielen bei diesem komplexen Gebäudetypus eine große Rolle.

Zu den Beratungsaufgaben gehören zur Umsetzung der strategischen Ziele u.a. die Aufstellung eines geeigneten Bauprojektmanagements, eine bauliche Zielplanung, ein prozess- und leistungsbasierter Baubedarf, mögliche Umsetzungsstrategien und das Aufsetzen zweckmäßiger leistungsfähiger Bauplanungen. Das Bauen mit Fördermitteln bedeutet ein Umgang mit öffentlichen Mitteln des Steuerzahlers, ergo sind nach dem Haushaltrecht u.a. auch des Vergabe- und Vertragsrecht einzuhalten. Für viele Träger ist es eine große Herausforderung, neben der Bauherrenrolle zumeist ohne sachkundige Bauherrenvertretung im Unternehmen, auch die Rolle des Öffentlichen Auftraggebers im Förderverfahren ausüben zu müssen.

Nach Bewilligung der Förderbaumaßnahmen übernimmt das Referat im NLBL die Fachaufsicht über die Mitwirkungsaufgaben des SBN bei der Zweckbindungsüberwachung des Mittelabrufes und der Verwendungsnachweisprüfung.

Das Aufgabenspektrum umfasst rd. 180 Krankenhäuser mit 850 Abteilungen. Regelhaft sind rund 60- 80 Förderanträge mit unterschiedlichem Planungsstatus in Beratung und baufachlicher Prüfung. Derzeit wird in drei Förderlinien ein Fördervolumen zwischen 1,3 und 1,4 Mrd. € bearbeitet. Über 300 bewilligte Förderbaumaßnahmen sind über das Flächenland Niedersachsen verteilt, im Bau bzw. im Rechnungsabschluss.

Im Datenraum sind mittlerweile 3.000 umgesetzte und abgerechnete Maßnahmen gelistet.

Aus der Einbindung in das KH-Förderverfahren reichert das Referat eine facettenreiche fachliche Expertise an. Die länderübergreifende Einbindung des Landes sichert den baufachlichen Austausch und den Erhalt der Fachkompetenz.

  • ARGEBAU der Bauministerkonferenz Netzwerk Krankenhausbau

  • AK Krankenhausbau-Förderung der Förderbehörden

  • DIN-Ausschüsse (DIN 1946-4; DIN 13 080).

Querschnittsaufgaben, wie z.B. Projektmanagement, Vergaberecht und Nachhaltigkeitskriterien, insbesondere aber auch die baufachliche Beratung beliehener KH-Träger im Maßregelvollzug für das MS und die wieder aufzunehmende baufachliche Beratung der nds. Universitätsklinika für das MWK runden das Aufgabengebiet ab.

Grundsatzangelegenheiten zu Standards und Qualitäten oder die Vertiefung zu fachlichen Schwerpunkten wie Raum- und Flächenbedarfsplanung als auch Entwicklung baulicher und technischer Anforderungen gehören zu den Aufgaben dieser zentral angesiedelten Beratungs- und Prüfstelle des Landes in Sachen Krankenhausbau. Planungshilfen zu Kernfunktionsstellen im Krankenhausbau sind im Informationssystem der ARGEBAU der Bauministerkonferenz unter www.is-argebau.de abrufbar.

1. Projekt: KRH Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus

VOF-Verfahren 2006 (prozessbasierte Konzeption), Bauzeit von 2009 bis 2014
Trägerin: Klinikum Region Hannover GmbH (KRH)
Architekt:© a|sh architekten sander hofrichter GmbH, Ludwigshafen
Medizintechnikplaner: IBS Ingenieurbüro M. Schmidt

 

Leitstelle Zentrale Notaufnahme – ambulante und stationäre Erstversorgung und Abklärung nach dem Manchester Triage-System

 

OP-Raum mit Tageslichtbezug, transparenter Deckenschürze (Belüftungssystem), Integration von OP-Leuchten / Monitoren und einem lagerungsoptimierten OP-Tisch

2. Projekt: Gesamtklinikum Schaumburger Land (Rinteln, Schaumburg, Bückeburg) in Obernkirchen

RPW-Wettbewerb 2009 (kurze Wege), Bauzeit von 2013 bis 2017
Trägerin: AGAPLESION EV. KRANKENHAUS BETHEL Bückeburg gGmbH (vormals: ProDiaKo)
Architekt (Planung):© SPS Architekten Schuster Pechtold Schmidt, München
″ (Überplanung): © JLS-Architekten Joedicke + Joedicke, Stuttgart/Darmstadt
″ (Realisierung): © Ludes Generalplaner GmbH, Berlin

 

Wettbewerbsdarstellung - Vorplatz mit Eingangssituation

3. Projekt: Psychosomatik der Karl-Jaspers-Klinik am Bundeswehr-Krankenhaus

VOF-Verfahren 2013 (Ambiente), Bauzeit von 2015 bis 2017
Trägerin: Psychiatrieverbund Oldenburger Land gGmbH, Karl-Jaspers-Klinik
auf dem Gelände der Ammerland-Klinik mit Bundeswehr-Krankenhaus in Westerstede
Architekt:© GSP Architekten Gerlach Schneider & Partner, Bremen

 

Erschließung und Aufenthaltsbereiche in der Psychosomatik. Fotograf: Thomas Kleiner

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