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Geschichte des Staatlichen Baumanagements Niedersachsen

So wie das Bundesland Niedersachsen aus mehreren Territorien entstanden ist, so wuchs auch die Bauverwaltung aus verschiedenen Teilen zusammen. Während die Regierung des Hochstifts Osnabrück bereits am 20. Oktober 1769 die "Instruktion für den Landbaumeister Schaedler" erlassen hatte, führten in Preußen mehrfache königliche Missbilligungen Friedrichs II. über die "nicht richtig und mit gehöriger Ökonomie und Menage" gefertigten Kostenanschläge einiger Kriegs- und Domänenkammern dazu, dass Minister Ludwig Philipp Freiherr vom Hagen dem König am 7. April 1770 einen "summarischen Plan, wie das in denen sämtlichen Provintzien negligirte Bauwesen auf einen beßern Fuß zu setzen sei", überreichte. Die Zustimmung des Königs durch Kabinettsdekret erfolgte am 9. April 1770. Am 17. April 1770 unterzeichnete er die ausführliche Instruktion für das Oberbaudepartement. Als Tag für die Errichtung wurde der 1. Juni 1770 bestimmt. Dies ist der Geburtstag der Bauverwaltung in Preußen.

Auch in den anderen Staaten des Reiches entstanden Bauverwaltungen parallel zur Entwicklung allgemeiner Verwaltungsgrundsätze. Neben Preußen wurde sie zum Beispiel in Baden durch den Großherzoglichen Badischen Oberbaudirektor Friedrich Weinbrenner (1766 - 1826) und im Königreich Hannover insbesondere von Georg Ludwig Laves (1788 - 1864) initiiert, ebenso in Braunschweig durch das Wirken von Peter-Joseph Krahe (1758 - 1840) und in Oldenburg durch Hero Diedrich Hillerns (1807 - 1865).

In Preußen war die Hochbauverwaltung zunächst als Abteilung verschiedenen Ministerien zugeordnet, von 1850 bis 1879 dem Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten, von 1879 bis 1922 dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und ab 1922 dem Finanzministerium, während das Reichswehrministerium eine eigene Bauverwaltung mit Heeres-, Marine- und Luftwaffenbauämtern führte. Nach dem 2. Weltkrieg wurden alle Teile der ehemaligen Bauverwaltungen zusammengefasst als NIEDERSÄCHSISCHE STAATSHOCHBAUVERWALTUNG.

Sie wurde und wird ständig den sich wandelnden Rahmenbedingungen angepasst. So unterstehen die 18 Bauämter seit dem 15. Juli 1997 der Oberfinanzdirektion Hannover - Landesbauabteilung als Aufsichtsbehörde in der Mittelinstanz. Die oberste Dienstaufsicht wird vom Niedersächsischen Finanzministerium, Abteilung 2, ausgeübt.

Die Entwicklung der bisherigen Staatshochbauverwaltung zu einem modernen Dienstleister drückt sich auch im Verfassen des Leitbildes und in dem Kabinettsbeschluss vom 3. April 2001 zur neuen Namensgebung aus: STAATLICHES BAUMANAGEMENT NIEDERSACHSEN (SBN).

Am 02. März 2004 beschließt die Landesregierung eine Strukturreform der Ortsinstanz des STAATLICHEN BAUMANGEMENTS. Durch Auflösung der 18 örtlichen Dienststellen und Einrichtung von 8 Bereichen wird das STAATLICHE BAUMANAGEMENT NIEDERSACHSEN schlanker, leistungsfähiger und bleibt in der Fläche präsent.

 
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