Staatliches Baumanagement Braunschweig
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Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes
Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel
Dank einer umfassenden Sanierung ist im denkmalgeschützten Unterkunftsgebäude 1 der Justizvollzugsanstalt (JVA) Wolfenbüttel – wegen der Farbgebung der historischen Natursteinfassade auch „Graues Haus“ genannt – wieder ein moderner Strafvollzug möglich. Ziel der Arbeiten war es, die Bausubstanz des rund 150 Jahre alten Bauwerks zu erhalten, zeitgemäße Anforderungen an den Strafvollzug umzusetzen und die technische Ausstattung zu erneuern. Aus ehemals 130 Hafträumen wurden 90 Haftplätze geschaffen und jeweils durch eine neue Sanitäreinheit ergänzt.
Die Arbeiten unter der Leitung des Staatlichen Baumanagements Braunschweig umfassten die Schadstoffsanierung, Rohbau und Ausbauarbeiten, den Einbau neuer Sicherheitselemente sowie die Erneuerung der Gebäudetechnik. Zudem wurden behindertengerechte Hafträume eingebaut und die Außenanlagen mit Sport- und Freizeitflächen neu gestaltet. Ein historischer Haftraum, in dem Gefangene vor ihrer Hinrichtung warteten, wurde für die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, die vor Ort mit ihrem Dokumentationszentrum zur JVA ansässig ist, zugänglich gemacht.
Der Balanceakt, den Anforderungen an den Denkmalschutz zu entsprechen und gleichzeitig einen modernen und sicheren Strafvollzug zu erschaffen, ist dem Baumanagement dank sorgfältiger Planung und guter Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gelungen.
Daten und Fakten
Bauherr: Land Niedersachsen
Projektleitung: Staatliches Baumanagement Braunschweig
Nutzer: Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel
Architekt: GSP Gerlach Schneider Partner Architekten mbB
Bauleitung: HJW + Partner Bausachverständige + Ingenieure
Fertigstellung: 2024
Baukosten: 22,7 Millionen Euro
Bruttogrundfläche: 7.500 m²