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Interview zum Referendariat Architektur

Katharina Johanna Rolfs arbeitet als Baugruppenleiterin für Landesbauten beim Staatlichen Baumanagement Ems-Weser. Von 2018 bis 2020 hat sie ein Referendariat im Bereich Hochbau (Architektur) beim Staatlichen Baumanagement Niedersachsen absolviert. Im folgenden Interview blickt sie zurück auf ihre Erfahrungen als Referendarin.

Warum wollten Sie ein Referendariat beim Staatlichen Baumanagement Niedersachsen machen?

Nach dem Studium hatte ich das Gefühl, noch nicht fertig zu sein, und wollte mich daher weiterbilden. Außerdem hat mir in der freien Wirtschaft die Wertschätzung meiner Arbeit gefehlt. So habe ich mich umgesehen und bin dabei auf das Referendariat beim Staatlichen Baumanagement gestoßen.

Wie läuft die Betreuung durch das Staatliche Baumanagement ab?

Wir hatten einen Ausbildungsleiter, den wir immer ansprechen konnten. Zu Beginn jeder Woche haben wir Referendare uns mit den Anwärtern getroffen, um uns auszutauschen. Da war auch unser Ausbildungsleiter dabei. Wir haben dann Fragen geklärt und gemeinsam geschaut, wo wir stehen. Was ich außerdem sehr zu schätzen wusste: Egal wen man beim Staatlichen Baumanagement gefragt hat – die Kolleginnen und Kollegen waren uns Referendaren immer offen und hilfsbereit gegenüber eingestellt.

Wie sieht das Verhältnis von Theorie und Praxis aus?

Im ersten Jahr des Referendariats überwiegt die Praxis. Man ist in der Regel in einem der acht Bauämter eingesetzt und läuft bei den Kolleginnen und Kollegen mit. Dadurch habe ich viel gelernt. Im zweiten Jahr überwiegt die Theorie. Denn dann muss man sich allmählich auf die Prüfungen vorbereiten. Alles in allem halten sich Theorie und Praxis die Waage, was ich sehr gut finde.

Was passiert in den Praxisphasen?

Während meiner Praxisphase habe ich kleine Aufgaben bekommen und dadurch die Kolleginnen und Kollegen bei ihren Projekten unterstützt. Auch an Besprechungen habe ich teilgenommen. In dieser Zeit habe ich den Arbeitsalltag sowohl von Führungskräften als auch von den Mitarbeitern kennengelernt.

Was war Ihr Highlight während des Referendariats?

Meine Highlights warensind die Lehrgänge, bei denen wir uns mit den Referendaren aus anderen Bundesländern ausgetauscht haben. Man hat dort sehr viel gelernt, hatte aber auch Spaß zusammen. Sehr eindrucksvoll fand ich auch den Besuch in einer Gerichtsmedizin während meiner Praxisphase – auch das wird nämlich vom Staatlichen Baumanagement gebaut. Das ist ein großes Plus des Referendariats: Man kann in Bereiche reinschnuppern, zu denen man sonst keinen Zugang hätte.

Was würden Sie anders machen?

Ich würde nichts ändern.

Was raten Sie Bewerberinnen und Bewerbern für das Referendariat?

Die Initiative ergreifen und Fragen stellen. Denn auch wenn man beim Staatlichen Baumanagement bestens betreut wird: Für seinen Weg durch das Referendariat ist jeder selbst verantwortlich. Nach der ersten Praxisstation, die man für das erste halbe Jahr zugewiesen bekommt, muss man zum Beispiel die weiteren Stationen selbst organisieren. Das stärkt die Selbständigkeit und Eigenverantwortung, die man als Führungskraft später unbedingt braucht. Als Referendar wird man jedoch nie allein gelassen. Man muss nur fragen und bekommt Unterstützung vom Ausbildungsleiter oder von Kolleginnen und Kollegen.

Bildrechte: NLBL

Katharina Johanna Rolfs

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