Richtfest für elf neue Unterkunftsgebäude im Marinestützpunkt Wilhelmshaven
Fast 1.200 moderne Wohneinheiten für Soldatinnen und Soldaten der Marine
Hannover, 10. Februar 2026. Das Staatliche Baumanagement Hannover hat heute das Richtfest für das erste von insgesamt elf neuen Unterkunftsgebäuden im Marinestützpunkt Heppenser Groden in Wilhelmshaven gefeiert. Die Neubauten entstehen im Rahmen eines der größten Infrastrukturprojekte der Marine: Auf der Fläche der Norderweiterung des Marinestützpunktes sind in den kommenden zehn bis 15 Jahren Investitionen von mehr als 250 Millionen Euro geplant. Die Baumaßnahmen sind notwendig, um die infrastrukturellen Anforderungen durch die Einführung des neuen Schiffstyps Fregatte F 126 sowie durch den insgesamt gestiegenen, querschnittlichen Unterkunftsbedarf zu erfüllen. Die voraussichtlichen Baukosten für die elf Gebäude belaufen sich auf rund 112 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
„Das Land Niedersachsen hat einen wesentlichen Anteil daran, eine bestmögliche Infrastruktur für eine moderne Bundeswehr der Zukunft zu schaffen“, erklärte Sabine Tegtmeyer-Dette, Staatssekretärin im für das Staatliche Baumanagement zuständigen Niedersächsischen Finanzministerium. „2025 hatte Niedersachsen wie im Vorjahr mit über 300 Millionen Euro Bauumsatz den größten Anteil im Vergleich der Bundesländer. Das Investitionsvolumen soll aufgrund der anstehenden Bauaufgaben auch weiterhin gesteigert werden.“
Der zuständige Referatsleiter beim Kompetenzzentrum Baumanagement Hannover, Kapitän zur See Hanno Weisensee, sagte: „Mit dem Neubau der elf Unterkunftsgebäude werden die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen, um den gestiegenen Unterkunftsbedarf am derzeit größten Stützpunkt der Marine zu decken. Damit erhalten die Soldatinnen und Soldaten der Schiffsbesatzungen, unter anderem der neuen Fregatten des Typs F 126, in ihrem Heimathafen moderne und attraktive Wohnräume.“
„Trotz der umfangreichen Bauleistungen, die seit unserem Baustart zu erbringen waren, feiern wir nach nur fünf Monaten Bauzeit das Richtfest“, erklärte Alexander Schaub, Leiter des Staatlichen Baumanagements Hannover, das die Bauarbeiten für die Unterkunftsgebäude koordiniert. „Dieser Erfolg ist zum einen der sehr guten Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken. Zum anderen beruht er darauf, dass wir von Beginn an auf klare Prozesse und eine wirtschaftliche Bauweise gesetzt haben, um eine zügige und reibungslose Umsetzung zu gewährleisten.“
Zimmer im Hotelstandard
In den elf neuen Unterkunftsgebäuden entstehen insgesamt 1.185 Einzelstuben mit eigenem Duschbad. Die elf Gebäude sind in verschiedene Größenordnungen aufgeteilt:
- acht große Unterkunftsgebäude mit jeweils drei Geschossen, die Platz für je 111 Personen bieten, sowie
- drei kleinere Unterkunftsgebäude mit derselben Anzahl an Geschossen mit Platz für je 99 Personen.
Zusätzlich zu den Wohnbereichen gibt es Räume für die Unteroffiziere vom Dienst, Teeküchen, Kleidertrockenräume, Wäschelager und Putzmittelräume.
Die neuen Gebäude entstehen in moderner Bauweise und unterliegen einem Gestaltungsrahmenplan. Dieser verleiht der gesamten Norderweiterung einen einheitlichen Charakter und orientiert sich an der bereits vorhandenen Bebauung. Dazu zählen etwa ein kompakter Baukörper, Flachdächer und Klinker als Fassadenmaterial.
Den Hochbauarbeiten gingen umfassende Vorarbeiten voraus. Dazu zählen insbesondere die Geländeaufspülung sowie die Erschließungsarbeiten für die Ver- und Entsorgung der Norderweiterung. Für die Unterkunftsgebäude war aufgrund der besonderen Bodenbeschaffenheit des Areals eine Pfahlgründung erforderlich. Für die elf Neubauten wurden mehr als 1.000 Stahlbetonpfähle 18 bis 20 Meter tief in die Erde eingebracht.
Über das Staatliche Baumanagement Hannover
Das Staatliche Baumanagement Hannover führt als eines von sieben staatlichen Bauämtern in Niedersachsen die Baumaßnahmen des Landes und des Bundes durch. Mit rund 200 Beschäftigten unterschiedlicher Fachdisziplinen betreut das Bauamt mehr als 1.200 Bauwerke in der Landeshauptstadt Hannover, dem Ostteil der Region Hannover sowie in den Städten Burgwedel, Burgdorf, Laatzen, Lehrte und Sehnde.

