NLBL Niedersachsen klar Logo

Sanierung des Brunnentempels in Bad Pyrmont abgeschlossen

Arbeiten am Kurtheater schreiten planmäßig voran


Nienburg, 28. November 2025. Die Sanierung des Brunnentempels einschließlich der Wandelhalle in Bad Pyrmont ist abgeschlossen. Nach der Entfernung der letzten Gerüstteile präsentiert sich das rund hundert Jahre alte Ensemble wieder in vollständig restauriertem Zustand. Das Staatliche Baumanagement Weser-Leine hatte die Wandelhalle aufgrund von zahlreichen Riss- und Feuchteschäden bereits von 2020 bis 2022 saniert. Ab Mitte 2024 folgte die Sanierung des Brunnentempels, bei dem zuvor ein unerwartet umfangreiches Schadensbild festgestellt worden war. Das Land Niedersachsen hat rund 2,5 Millionen Euro in die Baumaßnahmen investiert.

Zu den umfassenden Sanierungsmaßnahmen an dem Ensemble zählten unter anderem eine Riss- und Betonsanierung, die Ertüchtigung des Tragwerks sowie eine neue Kupfereindeckung der Kuppel – alles unter besonderen Auflagen des Heilquellenschutzgebiets. Ein bewusst unverputztes Feld unter der Kuppel erinnert heute an die ursprüngliche materialsichtige Bauweise.

„Mit der jetzt abgeschlossenen Sanierung konnten wir die Bausubstanz des Wahrzeichens von Bad Pyrmont nachhaltig sichern“, sagte Sabine Hauptmeyer-Maruschke, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Weser-Leine. „Die Arbeiten waren zwar herausfordernd und anspruchsvoll, doch das Ergebnis kann sich dank der präzisen Planung und guten Zusammenarbeit aller Beteiligten sehen lassen.“

Fachwerksanierung am Kurtheater

Parallel schreitet die Sanierung des historischen Kurtheaters in Bad Pyrmont planmäßig voran. Aktuell liegt der Schwerpunkt auf der Fachwerksanierung, bei der beschädigte Hölzer ersetzt und mit traditionellen Zimmermannsverbindungen erneuert werden. Besonders aufwändig ist der Austausch der umlaufenden Schwelle, der umfangreiche Abstützungen erfordert.

Das Staatliche Baumanagement Weser-Leine hat bereits mehr als die Hälfte der Bauabschnitte abgeschlossen. So sind die historischen Fenster größtenteils demontiert und das Giebeldreieck über den massiven Säulen geöffnet. Trotz sorgfältiger Voruntersuchungen treten immer wieder unerwartete Befunde zutage: So fehlen teilweise Hölzer, oder Konstruktionen zeigen sich nach dem Öffnen der Bauteile anders als erwartet. Zudem wurden historische Fragmente aus der Erbauungszeit entdeckt – zum Beispiel Zeitungsreste.

Kurtheater statisch herausfordernd

Eine besondere Herausforderung stellt das Gebäude in statischer Hinsicht dar. So müssen die Verbindungen und Konstruktionsdetails je nach Zustand des Bestands immer wieder neu bewertet und angepasst werden. Das Staatliche Baumanagement prüft derzeit, ob sich das aktuelle, ausladende Sondergerüst schrittweise durch ein Regelgerüst ersetzen lässt. Das würde bedeuten, dass die Überbauung der Heiligenangerstraße in absehbarer Zeit entfallen könnte.

Das Land Niedersachsen investiert rund fünf Millionen Euro in die Wiederherstellung der Standsicherheit der Gebäudehülle. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.

„Grundlage für attraktive Gesundheitsdestination“

„Die Sanierung des Brunnentempels und der Wandelhalle stärkt die Zukunftsfähigkeit vom Staatsbad Pyrmont“, sagte Dr. Maik Fischer, Geschäftsführer und Kurdirektor der Niedersächsischen Staatsbad Pyrmont Betriebsgesellschaft mbH. „Mit der behutsamen Modernisierung historischer Infrastruktur schaffen wir die Grundlage für eine leistungsfähige, attraktive und nachhaltig positionierte TOP-Gesundheitsdestination in Niedersachsen und bundesweit. Der planmäßige Fortschritt am Kurtheater zeigt, wie wichtig professionelle, verlässliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit ist. Mein Dank gilt dem Staatlichen Baumanagement Weser-Leine für die professionelle und verlässliche Zusammenarbeit sowie die engagierte Umsetzung dieses wichtigen Zukunftsbausteins.“

Über das Staatliche Baumanagement Weser-Leine

Das Staatliche Baumanagement Weser-Leine führt als eines von sieben staatlichen Bauämtern in Niedersachsen Baumaßnahmen des Landes und des Bundes durch. Mit rund 170 Beschäftigten betreuen wir mehr als 2.200 Bauwerke in den Regionen Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg, Schaumburg und Verden sowie in der westlichen Region Hannover.

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln